Archiv für die Kategorie „Ibiza und Formentera“

Die Bevölkerung auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera

Donnerstag, 7. Januar 2010

Im Jahre 2008 hat die Bevölkerung der Balearen zugenommen und die Zuwachsrate ist eine der höchsten in Spanien. Die Einwohnerzahl von 1’072’844 entspricht einer Zunahme von 4,09% gegenüber dem letzten Jahr. Dieses Wachstum erklärt sich durch das Phänomen der Immigration und durch die Tatsache, dass das Durchschnittsalter relativ niedrig ist.

Gliedert man diese Zahlen nach Inseln auf, so sind auf Mallorca allein 846’210 Personen gemeldet, was einer Zunahme von 3,92% entspricht. Die größte Zuwachsrate verzeichnet Part Forana (ganze Insel ohne Palma) mit insgesamt 449’640 Einwohnern. Dies entspricht der Tendenz der letzten Jahre wegen der Raumknappheit in der Gemeinde Palma, deren Einwohnerzahl bei 396’570 liegt. In Palma konzentrieren sich nach wie vor der größte Teil der Wirtschaftstätigkeit und die Dienstleistungen. Aber es entschließen sich viele Leute dazu, in die Dörfer Mallorcas zu ziehen, obschon sie ihren Arbeitsplatz in der Stadt haben. Dieser Umstand verschärft die Probleme bei der Zufahrt nach Palma, und die vorgeschlagenen Verbesserungen sind teilweise umstritten. Die ganze Insel verhält sich immer mehr wie der Großraum Palma. Auffallend sind die Daten von Escorca, dessen Einwohnerzahl von 290 auf 261 gesunken ist, obschon es eine der größten Gemeinden Mallorcas ist, und die von Valldemossa mit einem Zuwachs von nur einer Person. Nach Palma sind Calviá, Manacor und Llucmajor die am meisten bevölkerten Gemeinden.

Menorca ist die Insel mit der kleinsten Zuwachsrate, nämlich nur 2,44% und 92’434 gemeldeten Personen, von denen 28′904 in der Inselhauptstadt Maó und 28′696 in Ciutadella de Menorca registriert sind.

Ibiza verzeichnet eine Zuwachsrate von 6,25% und erreicht nun 124′036 Einwohner. Auffallend ist die Zunahme in der Gemeinde Santa Eulária des Riu , wo erstmals mehr als 30′000 Personen gemeldet sind, und in Sant Antoni de Portmany mit nun 21′082 Personen. In absoluten Zahlen hingegen ist es die Stadt Ibiza, die am meisten gewachsen ist und nun fast 47′000 eingetragene Bewohner zählt.

Auf Formentera schließlich hat die Bevölkerung verglichen mit den anderen drei Inseln prozentual am meisten zugenommen, nämlich um 8,35%, und erreicht somit 9´147 gemeldete Personen. Sowohl auf dieser Insel wie auf Ibiza fällt auf, dass der Anteil Männer deutlich höher ist als der der Frauen, nämlich um 7,8% auf Ibiza und gar um 12,5% auf Formentera. Eine Erklärung dafür ist die bedeutende Zahl an Einwanderern aus Entwicklungsländern, welche größtenteils Männer sind.

Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr!

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Werke von Joan Rosat, dem fünfzehnten Jahrhundert in der Diözesan-Museum von Mallorca.

Weihnachten auf Mallorca.

Die katalanische Sprache auf den Balearen

Freitag, 18. September 2009

  1. Soziale Situation des Katalanischen
  2. Katalanisch in den Schulen
  3. Katalanisch in den Medien
  4. Katalanisch in der Administration
  5. Die Ortsnamen
  6. Die Personennamen

Gemäß den letzten Statistiken stimmt es anscheinend, dass die Bewohner der Balearen, die Katalanisch als erste Sprache sprechen, nicht mehr in der Mehrzahl sind. Es stimmt aber auch, dass diese Sprache heute unbestreitbar ein hohes soziales Ansehen genießt. Sie verdankt dies dem festen Willen vieler Inselbewohner, welche unabhängig von ihrer Herkunft beschlossen haben, das Katalanische zu leben und zu fühlen und sich unsere Welt endgültig auf Katalanisch zu erschließen.

Katalanisch ist die eigentliche Sprache der Balearen mit Dialektvarianten auf jeder Insel. Aber es sind auf allen Gemeinsamkeiten zu beobachten, zum Beispiel der Gebrauch altertümlicher Formen, die anderswo nicht mehr benutzt werden wie etwa die Artikel es, sa und so anstatt el, la und lo ( salzige Artikel).

1.- Soziale Situation des Katalanischen

Das Katalanische (catalán) ist auf den Balearen eine ganz lebendige Sprache und wird parallel gesprochen zum Spanischen (castellano), der anderen offiziellen Sprache. Die folgenden zwei Tabellen sind einer Studie über Sprache und Gesellschaft in den Katalanisch sprechenden Gebieten zu Beginn des 21. Jahrhunderts entnommen, die das Sekretariat für Sprachpolitik der Autonomieregierung Kataloniens durchgeführt hat. Sie zeigen ein klares Bild der aktuellen Situation der katalanischen Sprache auf den Balearen.

Bevölkerung

verstehen Katalanisch

sprechen Katalanisch

können Katalanisch lesen

können Katalanisch schreiben

Bevölkerung insgeramt

93,1

74,6

79,6

46,9

15-29 Jahre

93,2

80,1

89,8

77,4

30-44 Jahre

94,8

72,3

82,9

49,6

45-64 Jahre

92

69,1

73,7

27,3

65 Jahre und älter

91,4

78,8

66,6

24,1

Identifikation mit der Sprache

Katalanisch

Spanisch

Beide Sprachen

Andere Situationen

Erste Sprache

42,9

48

1,7

7,4

Identifikatiossprache

45,6

45,3

3,9

5,2

Gewöhnlich benutzte Sprache

45,6

47,2

5

2,2

Bei der Interpretation dieser Angaben müssen wir uns zwei Tatsachen vor Augen halten, die den Gebrauch des Katalanischen zugunsten des Spanischen stark zurückgedrängt haben. In erster Linie wurde die Sprache während der 40-jährigen franquistischen Diktatur unterdrückt, wodurch katalanisch nur noch im engsten familiären Rahmen gesprochen werden konnte. Ein weiterer Grund ist die Immigration, die in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts mit Personen aus anderen Teilen Spaniens begann und immer noch andauert, allerdings heute mehr mit Personen aus Lateinamerika und Afrika. Die Tatsache, dass Katalanisch im Unterricht fast bis zum Ende der 70er Jahre verboten war, erklärt uns, warum unter den älteren Leuten der Prozentsatz derjenigen, die Katalanisch schreiben können viel niedriger ist. Diese Personen haben eine rein spanische Schulbildung gehabt. Dieser Umstand hat bewirkt, dass das Phänomen der „Sprachgebrauchs-Disglossie“ in unserer Gesellschaft sehr verbreitet ist. Damit ist gemeint, dass Personen, deren erste Sprache Katalanisch ist, beim Lesen und Schreiben das Spanische benutzen.

Es werden zahlreiche Kurse organisiert, um diesen Personen zu helfen, katalanisch lesen und schreiben zu lernen, was ihnen aber oft schwer fällt. Das liegt speziell daran, dass sie die katalanische Standardschriftsprache, die in den gedruckten Medien verwendet wird, nicht kennen.

Als letztes ist zu diesen Angaben noch zu sagen, dass sie einem Durchschnitt der vier Inseln entsprechen, welche aber ein heterogenes Bild zeigen. In der “Part Forana” Mallorcas (ganze Insel ohne Palma) und auf Menorca hat das Katalanische ein viel höheres Gewicht als auf Ibiza, Formentera, in Palma und in der Gemeinde Calviá in Mallorca, wo das Spanische deutlicher präsent ist.

2.- Katalanisch in den Schulen

Seit dem Beginn der Demokratie hat das Gewicht der katalanischen Sprache im Unterricht zugenommen. Die heutige Situation ist geprägt von einem „Minimaldekret“, welches vorschreibt, mindestens die Hälfte der Unterrichtsstunden auf Katalanisch abzuhalten. In der Realität haben aber fast alle Schulen Immersionsprogramme eingeführt, wobei Katalanisch die einzige Unterrichtssprache ist, hingegen Spanisch ein Fach wie jedes andere. Dieses Modell hat sich als das effizienteste erwiesen, wenn es darum geht, die korrekte Vermittlung beider Sprachen zu garantieren, da das Katalanische außerhalb der Schule in vielen Bereichen der Gesellschaft klar im Nachteil ist.

Dies hat zur Folge, dass in den meisten Schulen die Kinder bis zum 7. Altersjahr nicht anfangen Spanisch zu lernen. Das heißt nun nicht, dass für die Kleinen diese Sprache fremd wäre, schließlich ist sie in vielen Bereichen unserer Gesellschaft sehr präsent. Aber es ist tatsächlich so, dass der Spanischunterricht erst später einsetzt.

3.- Katalanisch in den Medien

Die Mehrheit der Medien benutzt das Spanische, obschon auf allen Ebenen Alternativen auf Katalanisch existieren, die meist an öffentliche Subventionen gebunden sind. Man muss hinzufügen, dass in den meisten auf den Balearen produzierten Medien in spanischer Sprache Katalanisch nicht unterbunden wird.

Was die Presse betrifft, so erscheinen von den 9 Tageszeitungen auf den Balearen 7 auf Spanisch, eine auf Englisch und eine - mit einer eingeschränkten Leserschaft - auf Katalanisch . Wo hingegen Katalanisch als Sprache dominiert, ist bei den wöchentlich und monatlich erscheinenden Publikationen, wie es sie in allen Dörfern gibt. Was die audiovisuellen Medien betrifft, so herrscht das Spanische vor, obschon die öffentlichen Radio- und Fersehsender der Balearen und Katalonien ein qualitativ gutes Programm auf Katalanisch anbieten.

Im Internet schließlich finden wir von allem ein bisschen, und obwohl Katalanisch nicht die vorherrschende Sprache ist, bleibt zumindest unklar, ob es das Spanische ist, denn in diesem Medium wird vieles über die Balearen in anderen Sprachen veröffentlicht, vor allem auf Englisch und auf Deutsch.

4.- Katalanisch in der Administration

Hier muss zwischen der Staatsverwaltung und der lokalen Administration unterschieden werden. In der ersten gibt es Organe wie die Justiz- und Polizeiverwaltung, wo Katalanisch fast gar nicht vorkommt. Ganz anders ist es bei der Steuerverwaltung, welche die gesamten Unterlagen sowohl auf Katalanisch als auch auf Spanisch anbietet, wobei man für die nötigen Formalitäten die Sprache auswählen kann.

In der lokalen Verwaltung hingegen, die abgesehen vom Gemeindewesen so wichtige Bereiche wie Gesundheit und Erziehung abdeckt, setzt man klar auf die Wiedereinführung des Katalanischen. Die Beamten müssen gute Kenntnisse dieser Sprache haben, in der auch die meisten Unterlagen verfasst sind. Das heißt nicht, dass keine Formalitäten auf Spanisch möglich wären, aber im Allgemeinen wird das Katalanische vorgezogen.

5.- Die Ortsnamen

Die Namen der Ortschaften wurden bis zur Wiedereinführung der Demokratie nach der spanischen Ortographie geschrieben. Heute hingegen sind die offiziellen Namen auf Katalanisch geschrieben, sei es auf den Schildern oder auf den offiziellen Landkarten von Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera. Eine Schwierigkeit besteht darin, dass in einigen ausländischen Texten weiterhin die spanische Schreibweise verwendet wird, was bei der Suche nach dem Weg zu Verwechslungen führen kann. Dieses Problem wird verstärkt durch die Haltung einiger Unternehmer, die die katalanische Schreibweise ablehnen und sogar die Namen von Straßen übersetzen, sei es aufgrund des Phänomens der weiter oben beschriebenen Disglossie oder aus ideologischen Gründen.

6.- Die Personennamen

Die Diktatur des Generals Franco bedeutete für die katalanische Sprache 40 Jahre „Finsternis“. Die Namen von Personen mussten in dieser Zeit auf Spanisch im Zivilstandsamt eingetragen werden. So sind in den Ausweisen der Leute, die damals geboren wurden, größtenteils die Namen auf Spanisch geschrieben, obschon diese Personen unter ihrem katalanischen Namen bekannt sind. So kann es sein, dass manche ihr Leben lang Bernat oder Margalida heißen, in ihrem Ausweis jedoch Bernardo oder Margarita steht. Interessierte Personen haben heute die Möglichkeit, dies zu korrigieren, indem sie einen entprechenden Antrag stellen.

Reiseführer über Formentera

Mittwoch, 25. Februar 2009

Wir haben unseren kleinen Reiseführer über Formentera verbessert, die eine kleine Insel ausschlieβlich mit dem Schiff erreichbar ist. Auf Formentera ist es gelungen, die vom Mittelmeer dominierte Landschaft mit ihren außerordentlich schönen weißem Sandstrand, kristallklarem Wasser und einer atemberaubenden landschaftlichen Schönheit auf, die ideal zum Schwimmen mit sehr geringe Neigung sind. In den meisten von ihnen FKK praktiziert wird, obwohl sie nicht als FKK-Strände betrachtet sind, wo neben nackten Schwimmer andere mit einer Badehose koexistieren. Im Sommer folgen Tausende von Besuchern der Anziehungskraft der Insel, um hier ihren Urlaub in einem einzigartigen Ambiente zu verbringen.

Formentera Insel

Formentera Insel

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Aufkleber mit Stieren und Eseln auf Mallorca

Montag, 16. Februar 2009

Dem aufmerksamen Besucher fallen vielleicht die Aufkleber mit der Silhouette eines wilden Stieres oder eines Esels auf, wie sie manche Autofahrer auf der Hintertür ihres Fahrzeugs haben. Obschon es einem Fremden seltsam vorkommen mag, sind dies Bilder mit einer klaren politischen Botschaft.

Der Stier stammt aus dem Jahre 1956, ist das Werk Manolo Prietos und ursprünglich ein Werbesymbol für den Brandy Veterano von Osborne. Diese Firma aus Puerto de Santa Maria stellt seit 1772 Liköre her. Abgesehen von seiner Verwendung auf der Etikette der Brandyflasche tauchten nun entlang der spanischen Landstraßen Plakatwände mit dem sogenannten Osborne-Stier auf. Dieses Bild wurde im Laufe der Zeit immer bekannter, auch unabhängig von der eigentlichen Werbung und hat Künstler wie Dali und Almodovar inspiriert. Als die Plakatwände aufgrund der Bestimmungen über die Werbung entlang den Straßen schließlich zu verschwinden drohten, wurden sie stattdessen sogar zum kulturellen und künstlerischen Erbe Spaniens erklärt, denn zugegebenermaßen waren sie längst mehr als nur ein Werbesymbol. Aufgrund dieser Geschichte wurde der Stier zu einem Symbol Spaniens oder vielmehr einer ziemlich folkloristischen Art, die Spanische Nation zu sehen.

Der erste katalanische Esel wurde von Eloi Alegre im Auftrag der Gesellschaft zur Förderung der Eselrasse Asinina Catalana geschaffen, und zwar in der Absicht, diese aus Katalonien stammende Eselrasse bekannt zu machen. Das Bild zeigte die Silhouette eines Esels und diente als Vorlage für die 2004 von Jaume Sala und Álex Ferreiro entworfenen Aufkleber, die seither von Tausenden von Autofahrern auf ihren Fahrzeugen angebracht wurden, sozusagen als Gegenstück zum Osborne-Stier und zur Idee der spanischen Nation, für die er steht. Schließlich wurden die Esel zu einem Symbol der Forderungen des katalanischen Nationalismus. Mit dem Erfolg des Esels begann der Streit über Autorenrechte zwischen dem Zeichner des Originals und den Schöpfern des Aufklebers, die deswegen das uesprüngliche Design ändern mussten: die Hoden des Esels und die Stirnfransen verschwanden.

Auf Mallorca, einem Gebiet mit katalanischer Kultur, finden wir nicht nur Esel- und Stier-Aufkleber, sondern in letzter Zeit auch solche mit der Silhouette eines Dämonen, einem neuen Symbol unserer einheimischen Volksbräuche.

Wetter und Temperaturen im Februar

Freitag, 13. Februar 2009

Im Februar in einigen Punkten auf den Balearen, haben die Temperaturen 20°C erreichen. Aber bis zum nächsten Wochenende werden Höchstwerte um 10°C und Minimum von 3 ° C erwartet, durch die Ankunft eines Kaltluftmasse, die den Schnee auf 600 Meter bringen könnte. Mit einer Wahrscheinlichkeit von schwach Regen rund 30%. Denn es ist daher wahrscheinlich, dass die kommenden Tage, kehren wir zurück zu den höchsten Gipfeln der Berge von Mallorca mit Schnee bedeckt. Wir erwarten auch starker Wind Kapeffekte im Norden von Mallorca und Menorca, die bis zu 80 km/h erreichen könnte, mit einem allgemeinen schlechten Zustand des Meeres. Starker Windsoße wird auch erwartet, dass im Norden von Mallorca und Menorca , die bis zu 80 km/h, und einen schlechten Zustand des Meeres.

Klimatologische durchschnittliche Werte für den Monat Februar in Mallorca, Menorca und Ibiza zwischen 1971 und 2000:

Mallorca

Menorca

Eivissa

Durchschnittliche Temperatur

12,1

10,8

12,2

Höchste Temperatur ºC

15,7

14,2

16

Minimale Temperatue ºC

8,5

7,5

8,4

Niederschlag (mm)

34

47

33

Relative Luftfeuchtigkeit

71

76

72

Tage mit Niederschlägen

5

6

5

Stürmische Tage

1

2

0

Neblige Tage

1

2

1

Wolkenlosen Tage

3

2

5

Sonnenstunden

168

153

167

Milde Januartemperaturen

Sonntag, 25. Januar 2009

Nach einem für das Klima der Balearen sehr kalten Winteranfang sind die Temperaturen nun zum Monatsende hin recht mild mit Höchstwertenvon bis zu 18ºC, speziell auf Ibiza und Formentera. Zudem sind auf keiner der vier Inseln Minimaltemperaturen unter 5ºC zu erwarten, ausgenommen in höhergelegenen Gebieten der Sierra Mallorcas, wo auf den Gipfeln noch Schneereste zu sehen sind. Was die Bewölkung betrifft, wird es voraussichtlich so bleiben wie im ganzen Januar: Wolken wechseln sich ab mit Aufhellungen, und die Wahrscheinlichkeit von Niederschlägen bleibt unter 50%.

Führungen zur Entdeckung Dalt Vilas

Montag, 19. Januar 2009

Der Stadtrat von Eivissa organisiert Führungen durch das Zentrum, um den Besuchern die Geschichte Dalt Vilas näher zu bringen. Ein Führer erläutert die Geschichte und drei Schauspieler führen ein Stück auf, welches sich im 16. Jahrhundert abspielt: Die beiden Liebenden Pere und Elisabeth lassen uns teilhaben an Liebe und Enttäuschung zur Zeit der Renaissance in den Mauern von Eivissa.

Die Vorführung der Theatergruppe T’Eiviss dauert eine Stunde und dreißig Minuten und beginnt jeden Samstag um 18 Uhr beim Mercat Vell. Von April an beginnt die Vorstellung um 20 Uhr. Zur Zeit wird das Theater nur auf Katalanisch und Spanisch aufgeführt, aber es ist vorgesehen, zu Beginn der Sommer Saison Vorführungen in anderen Sprachen wie Deutsch und Englisch anzubieten.

Für die Teilnahme an den Führungen ist eine Anmeldung erforderlich. Die Reservation kann über die Telefonnummer +34 971399232 oder über E-Mail turisme@eivissa.es vorgenommen werden.

Schnee im Gebirge von Mallorca

Donnerstag, 8. Januar 2009

Die Kältewelle, die in diesen Tagen über Europa hereingebrochen ist, hat mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt auch die Balearen erreicht. In den Bergen Mallorcas ist die Schneefallgrenze auf 300m gesunken, und dieser Wintereinbruch hat bis weit hinunter eine 10 cm dicke weiße Decke hinterlassen. Dies hat zu weiteren Straßensperrungen geführt, zusätzlich zu den Sperrungen, die am Silvester aufgrund von Erdrutschen nötig geworden waren. Im übrigen Mallorca und auf den anderen Inseln wurden Regenfälle verzeichnet, und die aktuelle instabile Wetterlage wird voraussichtlich mindestens bis zum Beginn der nächsten Woche anhalten. Dennoch wird erwartet, dass die Temperaturen von gegenwärtig um null Grad ab Samstag steigen. In Palma und im übrigen Mallorca werden die Minimalwerte voraussichtlich 6 bis 8º C und die Höchstwerte bis 14º C betragen, ähnlich wie auf Menorca, Ibiza und Formentera. In den Dörfern der Serra de Tramuntana wird die Temperatur zwischen 2 und 10º C schwanken. Aus diesem Grund und wegen der Schneeansammlungen haben die Behörden in diesen Tagen von Fußwanderungen abgeraten.

Folgen Sie diesem Link, um zu sehen, die Bilder aus dem Schnee auf Mallorca.

Die Salsa de Nadal aus Ibiza

Dienstag, 23. Dezember 2008

Die Salsa de Nadal (wörtlich “Weihnachtssauce”) ist ein traditioneller Nachtisch auf Ibiza, der in diesen Tagen für das Weihnachtsfest zubereitet wird. Sie kann als leicht flüssiger Turrón von cremiger Konsistenz beschrieben werden und wird warm gegessen, indem man Biskuitstücke hineintaucht. Man sagt, für diejenigen, die sie nicht schon als Kinder gegessen haben, sei es besser, sie zuerst zu probieren und erst nachher zu erfahren, wie sie zubereitet wurde, denn die Mischung von Zutaten ist recht ungewöhnlich. Die wichtigste Zutat sind die Mandeln, dazu kommen Honig, Zucker, Gewürze wie Zimt, Safran, Nelken oder Pfeffer und Brühe, welche aus Huhn oder aus Schweine- oder Lammfleisch gemacht wurde. Manchmal wird sie statt mit Brühe einfach nur mit Wasser hergestellt, was ihr einen milderen Geschmack gibt.

Erzherzog Ludwig Salvator von Österreich beschreibt im 19. Jahrhundert in seinem Werk „ Die Balearen“ eine ganz ähnliche Speise wie die Salsa Nadal aus Ibiza, welche an manchen Orten auf Mallorca zu Weihnachten zubereitet wurde, als eine fast vergessene alte Tradition. Der Ursprung der typischen Nachspeise aus Ibiza geht wie man glaubt auf das Mittelalter zurück.

Über den folgenden Link gelangen Sie zu einem Artikel auf Katalanisch mit Bildern der Salsa de Nadal.