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Reparatur der Straße von Lluc nach Sóller

Freitag, 20. Februar 2009

Nun wurden die Arbeiten an der Straße zwischen Lluc und Sóler, die seit dem 31. Dezember gesperrt ist, begonnen. Die Schließung erfolgte damals aufgrund eines starken Felssturzes auf der Höhe der Quelle von Binifalbó. Momentan sind 12 Arbeiter dabei, die Abhänge mit Metallgittern zu verkleiden. Es handelt sich um eine sehr schwierige Arbeit, da das Gelände steil ist und der Untergrund nicht stabil. Die Arbeiter müssen deshalb während ihrer Aufgabe mit Seilen gesichert werden. Tagsüber verhindern Sicherheitskräfte die Durchfahrt, denn es besteht immer noch die Gefahr von neuen Erdrutschen.

Im Consell de Mallorca verlautete, dass in den nächsten Tagen damit begonnen werden kann, die enormen Mengen an Gestein und Erde wegzuräumen, die sich vom Berg gelöst hatten und auf die Straße gestürzt waren. Noch läßt sich zur Zeit nicht genau sagen, wann die Straße wieder für den Verkehr freigegeben wird, denn das Ausmaß der Schäden am Straßenbelag konnte noch nicht festgestellt werden.

Die andere gesperrte Straße in der Serra de Tramuntana Gebierge ist die, die nach Cala Tuent hinunterführt. Diese hat jedoch einen notdürftig reparierten provisorischen Durchgang, welcher die Zufahrt zu den dreißig Häusern des kleinen Dorfes ermöglicht.

Straße von Lluc nach Sóller gesperrt bis Mai

Montag, 5. Januar 2009

Am vergangenen 31. Dezember ereignete sich aufgrund der starken Regenfälle beim Kilometer 29 der Landstraße M-10, die von Pollença nach Andratx durch die Serra de Tramuntana Gebirge führt, ein größerer Felssturz. Fährt man von Lluc Richtung Sóller, so trifft man etwa 100m vor der Abzweigung nach Sa Calobra auf einen 90m langen Straßenabschnitt, der von Felsen und Geröll zugedeckt ist. Somit ist die Zufahrt nach Sa Calobra und Cala Tuent nur über Sóller möglich. Die Wiederherstellung der Straße ist schwierig und wird länger dauern, denn es gilt nicht nur, die Felsbrocken wegzuräumen, sondern auch den Hang an diesem und anderen Abschnitten der Straße zu sichern, um einen weiteren Felssturz zu verhindern. Diese Arbeiten müssen von einer Firma außerhalb Mallorcas durchgeführt werden. Der Consell Insular de Mallorca schätzt, dass die Straße erst in 4-5 Monaten wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Die Folge sind erhebliche Schwierigkeiten für die Bewohner der Serra de Tramuntana. Zudem erschwert es den Besuch der zahlreichen Touristen, die täglich diese Straße befahren.

Ebenfalls wegen der Regenfälle der letzten Tage – welche aber wohl nicht die einzige Ursache sind – stürzte am Donnerstagabend ein Teil der mittelalterlichen Mauern von Alcudia ein. Es handelt sich um ein Stück Mauer von drei Metern Länge, das an einen der Türme auf der Plaça Can Ramis angebaut war.

Schnee und Tornados auf Mallorca

Mittwoch, 26. November 2008

Wie über die Wettervorhersagen angekündigt sind gestern die Temperaturen stark zurückgegangen und die Minimalwerte liegen bei 5ºC. Die Schneefallgrenze in der Serra de Tramuntana ist auf 700 Meter gesunken. Zur Zeit sind der Puig Major und andere Gipfel im Inneren der Serra schneebedeckt, was zur Schließung einiger Straßen geführt hat. In den kommenden Tagen werden tiefere Temperaturen als bisher erwartet und Höchstwerte von etwa 12ºC.

Vorgestern bildeten sich mehrere kleine Tornados („Cap de fibló“) im Süden Mallorcas zwischen Sa Dragonera und der Inselgruppe Cabrera. Die spektakulären Bilder dazu können Sie über diesen Link sehen. Da sie sich über dem Meer befanden, sind keine Schäden zu beklagen, aber manche Schiffsverbindungen fielen wegen des schlechten Wetters aus.

Regelung des Zugangs zur Tramuntana Gebirge

Donnerstag, 13. November 2008

Die Serra de Tramuntana Gebirge wird von Besuchern derart überschwemmt, dass in Wanderkreisen die Forderung laut wurde, den Zugang zu regeln, um die empfindlichen Ökosysteme zu schützen, die in dieser zweifellos größten und wichtigsten Naturlandschaft Mallorcas liegen.

Küste bei Banyalbufar in der Tramuntana Gebirge

Küste bei Banyalbufar in der Tramuntana Gebirge

Schätzungsweise 30.000 Personen besuchen jedes Wochenende die Berglandschaft ohne jede Einschränkung. Dies ist mittlerweile zu einer Gefahr für die Flora und Fauna geworden. Tatsächlich bestehen schon Schutzgebiete, deren Betreten ohne eine Bewilligung des Umweltministeriums der Autonomieregierung der Balearen nicht erlaubt ist. Dabei geht es um den Schutz der Nistgebiete der Mönchsgeier und um den Lebensraum der Mallorca-Geburtshelferkröte („Ferreret“). Beides sind geschützte Arten, letzere kommt endemisch im Gebiet der Serra de Tramuntana vor.

Für die Wanderer auf Mallorca ist die Serra de Tramuntana das wichtigste Ausflugsgebiet mit einzigartigen Landschaften, wobei der Blick aufs Meer immer im Vordergrund steht. Die Wanderungen führten schon immer über die Wege, die den Bewohnern während Jahrhunderten als Verbindungen zwischen den Dörfern dienten. Dass diese Wege öffentlich sind, wird manchmal in Frage gestellt, denn es gibt keine entsprechende Bestimmung. So kam es dazu, dass manche Beitzer privater Grundstücke die über ihr Land führenden Wege sperrten. Der Ansturm der Wanderer wurde ihnen unangenehm und führte wegen der Schäden, die sie verursachten, zu einer Ablehnung. Man muss hier erwähnen, dass das Land in der Serra de Tramuntana in große Grundstücke aufgeteilt ist, von denen die meisten in privatem Besitze sind.

Der Wander- und Kletterverband der Balearen (Federació Balear d’Excursionisme i Escalada), zu dem die zwanzig bestehenden Wandergruppen Mallorcas gehören, fordert die Anerkennung des „montañismo“ (Bergwandern und Bergsteigen) als Sportart, nicht nur als Freizeitaktivität wie bisher. Dadurch fiele er unter das Sportgesetz der Balearen, womit eine Linzenz obligatorisch würde mit einer Versicherung, die Haftpflicht und allfällige Entschädigungen sowie medizinische Versorgung deckt.

Es wurde schon oft über die Notwendigkeit gesprochen, die Serra Tramuntana Gebirge zu einem großen Naturschutzgebiet zu erklären, und somit alle menschlichen Eingriffe zu regeln mit dem Ziel, diese wertvolle Naturlandschaft zu erhalten. Gegen diese Idee machen allerdings einflussreiche Besitzer der großen Grundstücke Front. Während Sie viele öffentliche Mittel für den Unterhalt ihres Landes erhalten, weisen sie paradoxerweise auch den kleinsten Eingriff der öffentlichen Hand in ihren Privatbesitz zurück.

Pub Crawling in Mallorca

Freitag, 7. November 2008
Pub Crawling in Mallorca

Pub Crawling in Mallorca

Diesen Sommer stieß die lokale Polizei von Calviá in Magaluf, dem in Mallorca für sein Nachtleben bekannten Zentrum, auf zwei Gruppen, die mit Pub Crawling arbeiten, das heißt mit organisierten Kneipen-Ausflügen, wobei sie die Touristen auf dem Streifzug durch die Lokale begleiten. Wie wir wissen, treffen sich im Sommer in Magaluf viele junge Leute, die das Nachtleben genießen und Spaß haben möchten. Unter diesen Touristen, meist aus Großbritannien, finden die Organisatoren dieser Sauftouren ihre Kundschaft. Die Teilnahme kostet zwischen 60 und 80 Euro, die konsumierten Getränke nicht eingerechnet. Offenbar zahlen auch die Lokale, die an der speziellen Kneipenroute liegen, den Organisatoren etwas.

Die Leute sind alarmiert und befürchten, dass das Pub Crawling sich im kommenden Sommer 2009 ausbreiten könnte, denn es handelt sich um eine Aktivität, die noch gänzlich ungeregelt ist, was leicht zu Problemen mit der öffentlichen Ordnung und Sicherheit der Anwohner führen kann. Außerdem hat der Arbeitgeberverband der Tourismusbranche Anzeige ACOTUR erstattet wegen der illegalen Vermarktung durch sogenannte “Tiqueteros“ (Personen, die auf den Straßen und an den Stränden der Touristenzentren Tickets verteilen für Werbeveranstaltungen in Bars und Restaurants der Gegend), einer Aktivität, die laut einer Verordnung des Stadtrats von Calviá verboten ist.

Palma ist nicht mehr Mallorca

Dienstag, 21. Oktober 2008

Der Name der Stadt Palma gab eine Zeit lang Anlass zu Polemik, welche man nun zu beenden versucht, indem der Name Palma, ohne den Anhängsel de Mallorca, offiziell gemacht wird auf allen Ebenen.

Die Römer, die die Stadt gründeten, nannten sie Palma, und dies blieb über Jahrhunderte ihr Name. Während der musulmanischen Herrschaft dann hieß sie Madina Mayurka, was soviel bedeutet wie Stadt Mallorca. In den übrigen Sprachen war sie ebenfalls unter dem Namen der Insel, also Mallorca, bekannt und wurde bis weit ins 18. Jahrhundert so genannt. Die Zweideutigkeit, die dadurch entstand mit dem Namen Mallorca, führte dazu, dass man sie häufig „ciutat de Mallorca“ (katalanisch für Stadt Mallorcas) nannte. Tatsächlich beziehen sich die Bewohner der „Part Forana“ (ganze Insel ohne Palma) häufig auf Palma mit der simplen Bezeichnung „Ciutat“ (Stadt). Dies erstaunt nicht, denn auf der ganzen Insel gibt es keine Ortschaft mit ähnlicher Bedeutung.

Durch das Dekret von Nueva Planta wurde im 18. Jahrhundert die ursprüngliche Bezeichnung Palma wieder eingeführt. Aber scheinbar begannen die Regierungsorgane der Zentralmacht, den Ausdruck Palma de Mallorca zu verwenden, um die Stadt von Las Palmas und La Palma auf den Kanarischen Inseln zu unterscheiden, und obschon dieser Name von den Mallorquinern bis weit ins 20. Jahrhundert nicht gebraucht wurde, hat er sich schließlich durchgesetzt.

Schon im Jahre 1998 erließ die Regierung der Balearen ein Dekret, in welchem die offiziellen Ortsbezeichnungen auf den Inseln festgelegt wurden, „Palma“ für die Stadt auf der Insel Mallorca, aber bis zu diesem Jahr hat sich die Verwaltung der Zentralregierung nicht an dieses Gesetz angepasst. Es wird zur Folge haben, das an vielen Orten, wo gegenwärtig die Bezeichnung Palma de Mallorca verwendet wird, das Anhängsel „de Mallorca“ weggelassen werden muss, wie zum Beispiel in den Flughäfen. Falls Sie sich also ein Flugticket besorgt haben, um hierherzukommen, passen Sie auf, dass Sie Palma nicht verwechseln mit Las Palmas oder La Palma auf den Kanarischen Inseln, wie die kastilischen Bürokraten des 18. Jahrhunderts. Notieren Sie auf jeden Fall noch den Code unseres Flughafens, er lautet PMI.

Dieser Artikel basiert auf den Schriften Gabriel Bibilonis, Linguist und Professor an der Universität der Balearen.